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Kopfschmerzen - der unangenehme Begleiter

Teil 4 unserer Serie "Schmerzen: Ursachen kennen und vorbeugen"

Ein heftiges Stechen im Hinterkopf, ein Pochen und Hämmern unter der Schädeldecke, ein Drücken oder Pulsieren an den Schläfen oder ein Dröhnen hinter der Stirn – Kopfschmerzen können viele Gesichter haben. Aber immer beeinträchtigen sie das Wohlbefinden ganz massiv.  250 Arten von Kopfschmerz soll es geben. Zwei Drittel der Bevölkerung leidet gelegentlich darunter. Vor allem Spannungskopfschmerzen sind weit verbreitet. Sie machen rund 90 Prozent aller Kopfschmerzen aus.

Spannungskopfschmerzen lösen

Spannungskopfschmerzen sind – der Name sagt es schon – auf Verspannungen zurückzuführen. Meist der Muskeln im Nacken und den Schultern. Verspannungen haben sogar langfristige Folgen: Sie führen zu einer Fehlhaltung und zu einem vorzeitigen Verschleiss der Halswirbelsäule. Auch das wiederum kann Kopfschmerzen auslösen. Hilfe bietet in diesem Fall Bewegung, denn sie löst Verspannungen. Bewegung kann aber noch mehr: Wenn du die Muskulatur von Nacken und Schultern stärkst, verhinderst du Fehlhaltungen – und damit auch einen Verschleiss der Halswirbelsäule.

Andere mögliche Ursachen von Kopfschmerzen sind Stress, Sorgen und Schlafmangel. Gegen beides helfen Bewegung und Entspannungsübungen. Das kann Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sein, Autogenes Training oder Yoga. Alles, was dich entspannt, hilft dir, Kopfschmerzen zu vermeiden. Hast du eine Entspannungstechnik erlernt, kannst du sie anwenden, sobald du merkst, dass deine Anspannung steigt. Reduziere zu hohe Erwartungen an dich und lerne Nein zu sagen. Baue Stress aktiv durch Ausdauertraining ab. So kannst du nach einem anstrengenden Tag auch den Kopf frei bekommen. Bewegung hilft dir sogar, wenn der Schmerz den Kopf schon im Griff hat.

Migräne – das typische Leiden der Frauen

Eine Sonderform der Kopfschmerzen ist Migräne. 12 bis 14 Prozent der Frauen sind davon betroffen. Kennzeichen von Migräne sind pulsierende Schmerzen, oft nur auf einer Seite des Kopfes, Übelkeit und extreme Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Mögliche Ursachen sind neben Veranlagung Hormone, Stress, Schlafmangel und bestimmte Lebensmittel wie Schokolade oder Käse. Wer einen Migräne-Anfall hat ist regelrecht krank. Die einzig gute Nachricht: Bei 60 Prozent der Frauen lässt die Migräne nach den Wechseljahren nach.

Essen und Trinken gegen den Schmerz

Kopfschmerzen sind oftmals ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel. Trinke daher mindestens zwei Liter am Tag. Am besten ist es, wenn du dir morgens zwei Liter-Flaschen Wasser gut sichtbar bereitstellst und über den Tag verteilt ein grosses Glas trinkst.

Regelmässiges Essen verhindert, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und Kopfschmerzen verursacht. Meide dabei fettige und süsse Speisen, denn sie können Kopfschmerzen verschlimmern. Ausserdem stehen Rotwein, reifer Käse, Schokolade, (geräuchertes) Schweinefleisch, Weizen, Süssstoff und Glutamat im Verdacht, Kopfschmerzen hervorzurufen. Kaffee dagegen kann Kopfschmerzen lindern, weil er die Durchblutung fördert. Selbst bei Migräne kann es helfen, gleich zu Beginn der Attacke Kaffee zu trinken.

Wenn du oft unter Spannungskopfschmerzen leidest, setz einfach öfter mal Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte auf deinen Speiseplan. Auch Magnesium hilft gegen Muskelverspannungen und stärkt ganz nebenbei die Nerven. Es hilft alles nichts? Dann sprich mal mit deinem Zahnarzt. Vielleicht verkrampfst du aus Anspannung und Stress den Kiefer und bekommst dadurch Kopfschmerzen.

Erste-Hilfe-Tipps

Es hat dich trotz allem wieder erwischt und ein dumpf-drückender Schmerz macht sich in deinem Kopf breit? Dann versuche es doch einmal mit diesen Tipps:

  • Tupfe Pfefferminzöl an die Schläfen und in den Nacken.
  • Lege dir kühle Kompressen auf die Stirn und in den Nacken.
  • Mache eine Akupressur oder Massage von Kopf und Schläfen.
  • Nimm ein 38 Grad warmes Vollbad mit Rosmarin.
  • Mach einen Spaziergang an der frischen Luft.
  • Sorge für einen regelmässigen Schlafrhythmus.
  • Verzichte auf Alkohol und Zigaretten.
  • Lasse deine Augen untersuchen. Vielleicht  brauchst du eine (neue) Brille.
10. Dezember 2015
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